Am 20. Januar 2025 sind wir wieder verreist, dieses Mal mit dem Ziel Griechenland. Es war für uns beide das erste Mal, dass wir dieses tolle Land bereisten. Und - das dürfen wir sofort sagen - Griechenland hat bei uns beiden total eingeschlagen: die Griechen sind freundlich, ja sogar herzlich, das Land ist toll und abwechslungsreich und deshalb war es auch nicht erstaunlich, dass wir in 3 Monaten nur den Peloponnes umrundet haben. Das heisst aber auch ganz klar: hier müssen wir wieder herkommen.
Wie üblich fängt die Reise ganz unten an und die letzten Tage sind oben -> also von unten nach obenlesen - oder einfach nur die
Bilder anschauen. Viel Spass!
Am Montag soll unser letzter Tag auf dem Peloponnes sein - und wir hoffen, dass wir noch einmal etwas Glück haben mit dem Wetter. Leider kamen am Wochenende im Laufe des Tages jedesmal kühle Winde auf, weshalb das gemütliche draussen Sitzen nicht mehr so gemütlich war. In der Tat wird es wieder etwas schöner und wir geniessen den letzten Tag am Strand.
Am Dienstag schlafen wir noch einmal aus, Roland geht noch einmal im Meer schwimmen, und dann packen wir zusammen. Wir fahren direkt nach Patras, aber nicht an den Hafen. Auf dem Reservationsmail stand, dass wir die Tickets im Stadtbüro abholen müssen ... was dann leider etwas ungeschickt ist. Das Büro ist nämlich tatsächlich mitten in der Stadt und wir müssen eine relativ schmale Einbahn nehmen. Aber im Vergleich zu mancher Bergstrasse schaffen wir auch das. Beim Fährbüro steigt Brigitte aus und ich fahre ein paar Meter weiter und parke - typisch griechisch - auf einem Taxistreifen. Aber das interessiert hier ja niemanden. Danach fahren wir in den Hafen, stellen uns auf den LKW-, Bus- und Womo-Parkplatz und ich mache das Check-In im Hafenbüro - wo ich auch die Tickets direkt bekommen hätte ....
Pünktlich am späteren Nachmittag können wir Gustav auf die Fähre fahren, welche auch dieses Mal kaum halb gefüllt ist. Die Überfahrt ist dann ereignislos und ruhig.
Pünktlich kommen wir am Mittwochnachmittag in Ancona an und finden schnell die richtige Autobahn nach Norden. Der Plan ist, dass wir bis in die Gegend von Piacenza fahren und dort auf dem bekannten Friedhof bei Guardamiglio fahren. Diese 360 km sollten wir in ca. 6 Stunden schaffen, also gegen 23.00 h dort ankommen. Das klappt dann auch ohne Probleme.
Am Donnerstagmorgen rufen wir zuerst im Camping Lido in Luzern an, ob wir einen Platz hätten falls wir am selben Abend noch ankommen. Doch -> keine Chance. Wir sollen doch lieber am (Kar-)Freitag Morgen kurz vor 10.00 h da sein, dann könne sie uns einen Platz garantieren. Gesagt - getan: wir fahren also nach Norden, rund um Mailand, über die Grenze bei Como und weiter in Richtung Gotthard. Am Südportal geraten wir tatsächlich in einen Stau von ca. 4 km und brauchen fast eine Stunde, bis wir in den Tunnel fahren können. Im Urnerland hat es aber mehr als 10 km Stau in Richtung Süden - alle selber Schuld! In Schattdorf dürfen wir uns auf den Parkplatz der Mehrzweckhalle stellen - ich habe extra bei der Gemeindeverwaltung nachgefragt.
Am Karfreitag fahren wir um 08.30 h los Richtung Axenstrasse, Schwyz und kommen so vom Norden ins Lido. Kurz vor 10.00 h sind wir da und es warten tatsächlich schon ein paar Italiener-Womos am Eingang. Da uns die nette Dame am Empfang noch vom Telefon gestern kennt meint sie verschmitzt, wir sollen uns direkt vor den Schalter stellen - sie würde in ein paar Minuten öffnen. Dann können wir als erste einchecken und auf den Platz fahren. Das klappt dann perfekt und bereits kurz nach 11.00 h treffen wir bei unserem Sohn & Familie ein. Unsere Enkelin freut sich sichtlich, dass Grossmami und Grosspapi wieder einmal da sind. Wir verbringen dann auch das Wochenende mit ihnen und geniessen diese Stunden im Kreise der Familie.
Am Ostersonntag fahren wir dann ohne Stau nach Hause. Die Heimat hat uns wieder.
Am Montag fahren wir mit Piccolo noch einmal nach Korinth. Wir wollen die Stadt noch etwas zu Fuss erkunden - jetzt wo die meisten Läden wieder geöffnet sind. Es fällt uns auf, dass es sehr viele Tavernen, Kaffees, Bars und Restaurants hat - und (fast) alle sind geöffnet und gut besucht. Müssen denn die Griechen an einem normalen Montag nicht arbeiten? Auch auf den Strassen und Plätzen ist einiges los. Die Stadt lebt. Schön! Am Nachmittag sind wir wieder auf dem Camperstop und müssen noch einige Unterhaltsarbeiten ausführen - da fährt doch plötzlich ein Toyota Hilux Pickup mit Kabine und Zuger Kennzeichen vor. Die kennen wir doch: Marcel und Jolanda haben uns ein weiteres Mal gefunden und wir können nur sagen: Freude herrscht. Dadurch wird es bei ihnen im Pickup natürlich einmal mehr ein feucht-fröhlicher Abend ...
Am Dienstag ist es noch leicht bedeckt, aber wir beschliessen, noch einen Tag hier zu bleiben und am nächsten Tag gemeinsam nach Diakofto zu fahren und die Zahnradbahn zu besuchen. Das kann ja heiter werden ... Am Abend sitzen wir noch in gemütlicher Runde in der Bar und es wird viel erzählt, und gelacht, und (nicht so viel) getrunken ....
Am Mittwoch verabschieden wir uns dann von allen und fahren sogar einen Teil über die Autobahn in Richtung Patras. Schön, wenn Gustav mal wieder richtig galoppieren kann. In Diakofto finden wir den Bahnhof problemlos, aber alles rundherum ist sehr eng. Das erste Mal in Griechenland stellen wir uns auch in den Kreisel - mit Warnblinkanlage - und ich gehe zu Fuss zur Station um Informationen zu holen. Dort erfahre ich, dass heute gestreikt wird. Morgen sollte es wieder klappen mit einer Fahrt nach Kalafryta. Wir beschliessen deshalb, aus der Stadt zu fahren und uns am Strand von Rodio nieder zu lassen. Dort stehen auch Rainer und Carola und haben uns bereits ein Bild geschickt: man ist hier ganz alleine ... Wie gesagt: auf dem Peloponnes trifft man dieselben Camper immer wieder!
Am Donnerstag fahren wir dann erneut mit Piccolo zum Bahnhof und wollen Tickets für den Zug um 12.17h kaufen. Aber dieser ist leider schon ausgebucht. Aufgrund des Streiks gestern sind heute etwas mehr Touris unterwegs als normal. Also kaufen wir 2 Plätze für den letzten Zug kurz nach 15 Uhr mit direkter Rückfahrt. Die Reise ist dann auch sehr spannend und eindrücklich. Erstaunlich, was hier vor mehr als 100 Jahren in den Fels gehauen wurde um eine Bahnlinie zu bauen. Auch die Rückfahrt - wo wir auf der anderen Seite sitzen können - ist spannend und wir geniessen diese richtig. Bei der Rückkehr nach Diakofto wollen wir eigentlich in eine griechische Taverne, aber die öffnen erst in einer guten Stunde. Deshalb fahren wir zurück zu Gustav und Brigitte mach "griechisch-schweizerische Käseschnitten". Sehr lecker!
Am Freitag verabschieden wir uns erneut von Rainer und Carola und fahren auf direktem Weg an den ersten Strand, an welchem wir vor fast 3 Monaten Team Krümel und Team Emma getroffen haben. Hier mächten wir noch ein paar Tage das kommende schöne Wetter, den Strand, den Sand und die Sonne geniessen.
Samstag und Sonntag sind deshalb schnell erzählt: Sonne, Strand, etwas Trinken, lesen, nicht Tun!
Am Montagmorgen regnet es leider immer mal wieder etwas. Trotzdem nimmt Roland ein Bad im Meer. Das gehört halt einfach dazu!
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns einmal mehr von den Wallisern und fahren ins nahe Dorf, wo wir die beiden Dolinen von Didima besichtigen möchten. Es handelt sich dabei um 2 grosse Löcher im Boden, welche durch Erdsenkungen - vermutlich weil darunter Höhlen waren - entstanden sind. Der Boden ist wieder schön überwachsen und in der kleineren Senke wurden 2 Kapellen eingebaut und ein Weg eingerichtet, über den man rundherum gehen kann.
Danach fahren wir wieder über die bekannten Hügel - alles im 2. Und 3. Gang mit nur 20 - 30 km/h - Richtung Norden. Unser Ziel ist die Gegend um Epidavros, wo mehrere Sehenswürdigkeiten aus der Antike besichtigt werden können. Bei unserer Ankunft regnet es, weshalb wir lieber übernachten und am nächsten Tag den Rundgang machen möchten. An der Kasse wird uns das Parken mit Wohnmobil bewilligt, und die beiden Damen mit ihrem Chef sind sogar so nett, dass sie uns darauf hinweisen, dass wir die Tickets heute noch kaufen sollen - denn ab morgen 1. April kostet es den Sommerpreis, und damit 4€ mehr pro Person. Wie nett!
Am Dienstagmorgen regnet es wirklich nicht mehr, sondern die Sonne scheint. Als wir an der Kasse auftauchen erkennen mich die netten Damen sofort wieder und winken uns direkt durch. Die Anlage von Epidavros ist denn auch wirklich sehr gut erhalten, zumindest das Amphitheater. Es soll bis zu 15'000 Zuschauern Platz bieten und wird sogar heute noch im Sommer als Arena genutzt, wo Theater gespielt wird. Toll!
Der Rest der ganzen Anlage ist leider ziemlich verfallen und es gibt nur noch "viele herumliegende Steine". Die Tafeln erklären zwar, was das ursprünglich jeweils für ein Gebäude war, aber mehr nicht. Das kleine Museum ist für Historiker sicher auch interessanter als für uns. Aber da wir schon mal hier sind ....
Zurück beim Gustav frühstücken wir zuerst und fahren dann weiter Richtung Norden. Das Ziel ist das sympatische Fischerdorf Korfos, welches wir nach einer üblen Zufahrtsstrasse mehr als 8 km von der Hauptstrasse entfernt in einer ziemlich abgelegenen Bucht vorfinden. Der erste Stellplatz ist die lokale Müllkippe, also weg da. Aber der zweite Ort ist ein öffentlicher Parkplatz direkt am Wasser mit grandioser Aussicht auf das Dorf und die umliegenden Hügel. Es steht bereits ein Van da und wir lernen Rainer und Carola kennen. Auch sie sind jeweils mehrere Monate im Jahr unterwegs, bleiben allerdings noch bis im Juni in Griechenland. Später gehen wir in die Nahe Taverne essen, wo sich auch unsere "Nachbarn" dazu setzen. Mit Rainer wird der Abend dann noch ziemlich lange und auch ziemlich "feucht". Und es werden Männergespräche geführt ....
Den Mittwoch verbringen wir mit Lesen, Sonne geniessen und machen noch einen Spaziergang durch das ganze Dorf.
Am Donnerstag spazieren wir noch in die andere Richtung, wo es ein schönes Hotel und mehrere tolle Ferienhäuser gibt. Dann gehen wir mit Rainer und Carola nochmals in die Taverne nebenan und trinken einen Kaffee. Natürlich ist der Wirt auch heute wieder grosszügig und bringt einen teller voll mit Gebäck und einen mit Nüssen - mit Hammer: ich muss die Schalen natürlich zuerst öffnen. Danach fahren wir die 9 km bis zur Hauptstrasse und stellen und auf den Parkplatz, da wir am Abend hier essen möchten. Der Besitzer sagt natürlich sofort ja und freut sich, dass wir am Abend wieder rein kommen.
Das Essen ist denn auch sehr lecker. Brigitte nimmt Lammkoteletts, und wir versuchen eine griechische Spezialität names Kokoretsi. Das ist ein traditionelles Fleischgericht, welches hauptsächlich mit Innereien wie Lamm- oder Ziegenleber, Lunge, Herz und Nieren währen mehrerer Stunden am Spiess gebraten wird. Die Nacht an der Hauptstrasse ist dann ruhiger als erwartet.
Am Freitag fahren wir dann Richtung Korinth, wo wir zuerst in den Lidl zum Einkaufen möchten. Aber das Navi führt uns durch die Stadt zu einer Unterführung, wo mindestens 10 cm an Höhe fehlen. Toll. Also zurücksetzen, wenden und einen neuen Weg suchen. Dieses Mal geht es durch kleine Dörfer, über Feldwege bis wir schliesslich den Camperstop Olivetree von Dirk erreichen. Hier möchten wir ein paar Tage bleiben und ein paar kleine Schäden an Gustav reparieren: die Treppe hält nicht mehr an der Kabine, über dem Bett muss ich die Silikonfugen neu machen, dann wollen wir noch die Bettwäsche wieder einmal waschen, etc. Wir treffen gleich bei der Ankunft auf zwei "Bündner" im Unimoog: Anita und Andreas. Und wie es so kommt finden wir uns am Abend gemeinsam am Tisch und spielen Brändy-Dog.
Am Samstag mache ich dann all die Arbeiten, welche wirklich nötig sind und schneide Silikon raus, Klebe fest, streiche glatt, etc. Im Laufe des Tages kommen dann auch Rainer und Carola wieder.. Uns wird es also nicht langweilig ...
Am Sonntag satteln wir unseren Piccolo und fahren nach Korinth. Es gibt viel zu sehen in dieser Kleinstadt, aber vor allem der Kanal von Korith, welcher Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde -
natürlich für die erwarteten Schiffsgrössen von damals. Deshalb können die heutigen grossen Conatinerschiffe diesen nicht befahren. Das ist aber auch gut so. Dennoch wurde damals eine Schneise
gegraben, welche bis 84m hoch und an der Wasserlinie noch 24m breit ist. Der ganze Kanal ist über 6km lang und beeindruckt heute noch. Am Anfang und am Ende sind versenkbare Brücken installiert,
und in der Mitte gehen mehrere Brücken in schwindelerregender Höhe über den Kanal.
Wir besichtigen aber auch den Hafen, die Einkaufsstrasse und mehrere Statuen - natürlich aus der Grichischen Mythologie. Am Abend geniessen wir zusammen mit Rainer und Carola ein Gyros-Menü im
Restaurant des Camperstops.
Am Montag verlassen wir den schönen Strand gegenüber von Astros und fahren direkt ins Zentrum vom Dorf. Dort gibt es einen grossen Parkplatz gleich unterhalb der schönen Burganlage. Hier lassen wir uns mal nieder und machen uns gleich auf den Weg ins Dorf. Am Strand genehmigen wir uns zuerst ein Bier - mit Meersicht. Toll. Danach spazieren wir durch das Dorf und erfahren, dass am morgigen Dienstag Feiertag ist in Griechenland. Deshalb wird auch heute Abend eine grosse Prozession durch das Dorf stattfinden. Wir beschliessen deshalb, gemeinsam eine Pita zu essen am Mittag, dan gemütlich die Burgruine zu besichtigen, und am Nachmittag noch ein "Schläfchen" zu machen. Gegen Abend kommen wir dann wieder ins Dorf und geniessend bei angenehmen Temperaturen die Prozession. Diese wird von der Dorfmusik angeführt und ist eindrücklich.
Am Dienstag - eben einer der beiden Feiertage hier - wollen wir weiter zu einer Taverne kurz nach Myloi. Hier möchten wir parken und für den Abend gleich einen Tisch reservieren. Danach spazieren wir zurück ins Dorf, wo der Lost-Place "Old Train Station Myloi" unser Ziel ist. Die alten Züge sind spannend anzuschauen, aber gleichzeitig ist es schade, dass nur nach 14 Jahre schon wieder alles so verrottet und zugewachsen ist. Der Eisenbahnbetrieb wurde hier im Jahre 2011 eingestellt - und seit damals steht alles einfach da, wird nicht gepflegt, nichts daraus gemacht. Schade.
Als wir zurück zur Taverne kommen und zum Abendessen gehen möchten wird uns gesagt, dass sie leider am Abend geschlossen haben. Kein Problem, dann fahren wir halt weiter nach Nafplio und suchen uns direkt einen Parkplatz auf dem grossen Gelände am Hafen, unter Overlandern bakannt als "die Platte von Nafplio". Es hat denn auch trotz dem Feiertag genug Platz. Wir begeben uns auf die Gasse und suchen eine typische Taverne. Das Essen ist lecker, die Unterhaltung von der Bar von nebenan auch: hier läuft laute Musik, es wird getanzt und alle paar Minuten fliegen Teller und Gläser auf den Boden. Das gehört anscheinend dazu. Nach dem Essen spazieren wir noch etwas durch die Gassen, welche voller Leute sind. Anscheinend sind viele griechische Touristen hier, welche vom Wochenende eine Brücke bis zum heutigen Feiertag gemacht haben. Andere Touris sehen wir kaum.
Am Mittwoch ist hier in Nafplio Bauernmarkt, und das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Schon vor 10.00 h sind wir unterwegs und geniessen das farbige Treiben in den Ständen des Marktes. Es gibt hier Kleider, Haushaltsartikel, Blumen, und die Hälfte der Stände gehört den Bauern und Gemüse Händler. Natürlich müssen wir ein paar Dinge einkaufen - wie immer am Markt.
Danach ist es Zeit für ein spätes griechisches Frühstück: also Cappuccino mit etwas süssem. Mmmmm ...
Am Nachmittag machen wir uns dann auf den Weg, die über 1000 Treppenstufen zum Wahrzeichen von Nafplio zu bezwingen: die Palamidi Festung. Der Weg hoch ist zwar etwas beschwerlich, aber nur schon für die Aussicht lohnt es sich. Auch die Ruinen sind teilweise noch gut erhalten und der Berg wird wirklich gepflegt. Wenn nur mehr "Steinhaufen" in Griechenland so behütet wären wie hier ....
Am Abend geniessen wir dann nochmals eine kleine griechische Taverne in der Altstadt. Im Vergleich zu gestern ist es heute richtig ruhig, (fast) kein Mensch auf der Gasse und viele Restaurants haben geschlossen. Zum Nachtisch gibt es dann noch ein tolles italienisches Eis. Lecker, gell Jolanda ;-)
Am Donnerstag fahren wir dann weiter. Tschüss Nafplio, du hast uns gut gefallen. Es geht durch das Landesinnere ca. 15 km nach Süden in die Gegend von Kantia, resp. Dem entsprechenden Strand. Hier sind wir wieder ganz alleine und geniessen den Nachmittag einmal mehr mit Zusammensitzen, Apéro trinken, Diskutieren, .... Ich bin der einzige, der sich noch in die Fluten wirft - es ist angenehm erfrischend.
Dasselbe mache ich auch am Freitagmorgen, und zwar um mich wieder zu erfrischen und nachher die warme Dusche noch mehr zu geniessen. Die anderen trauen sich nicht - Feiglinge!
Marcel und Jolanda fahren dann weiter, denn sie wollen noch eine Höhle oder Grotte erkunden. Wir bleiben, denn unerwartet scheint die Sonne und es ist angenehm warm hinter dem Womo. Ab und zu ist es gut, dass Gustav so ein grosses Fahrzeug ist.
Am Samstag fahren wir dann durch die Berge in die Gegend von Salanti. Hier treffen wir Jolanda und Marcel wieder. Am Strand von Saladi steht ein verlassenes Hotel, welches in den 70-er Jahren ein bekannter FKK-Spot war. Die Einwohner vom nahen Dorf Didima hatten leider etwas gegen die Nakedeis. Deshalb gab es in den 80-er Jahren fast Bandenkriege und sogar der Bischof von Idra half mit, die hüllenlosen Touristen zu vertreiben. Das Hotel musste dann Anfang der 90-er Jahre auf normale Badende umstellen, was aber nicht mehr von Erfolg gekrönt war. 1996 kam der Konkurs und seit damals gehört das Gelände der Bank. Niemand kümmert sich darum, weshalb alles abgebaut, geklaut oder zerstört wurde was nicht niet- und nagelfest war. Schade. Trotzdem behält dieser spezielle Lostplace noch seinen Charme und wird rege besucht. Am grossen Strand hat sich ein beliebter Treffpunkt für Camper gebildet. Und täglich kommt sogar ein Krämer vorbei, der die nötigsten Lebensmittel verkauft. Mal sehen, wie lange das noch so bleibt.
Am Sonntag wäre das Wetter dann wieder toll - aber leider haben die Quallen etwas dagegen. Der ganze Strand ist bevölkert von hunderten von Quallen. Da wir nicht wissen, ob sie gefährlich sind, meiden wir das Wasser - und geniessen den Tag rund um die Womos. Am Abend sitzen wir dann nochmals zu einem Glas Wein zusammen - es könnte ja wieder einmal der letzte gemeinsame Abend sein. Und da muss man sich ja auch gehörig verabschieden ...
Tja, was erwartet uns wohl am Anfang der 9. Woche dieser Reise .... den Montag gehen wir ganz gemütlich an: aufstehen, Kaffee trinken, im Meer "waschen", Frühstücken, dann machen wir einen Spaziergang Richtung Norden. Die Ruine, welche wir besuchen wollten, war leider nicht zugänglich. Deshalb liefen wir weiter bis zur nächsten Bucht und einem Ferienresort.
Am späteren Nachmittag hupt es dann plötzlich neben uns: Marcel und Jolanda stehen mit ihrem PickUp neben uns. Was für eine Überraschung. Sofort sitzen wir zusammen, trinken ein Bier und erzählen uns, was in denletzten Tagen passiert ist. Sie wollen dieselben 2 - 3 Sehenswürdigkeiten anschauen wie wir. Wenn das kein gutes Vorzeichen für ein paar Tage gemeinsame Reise ist ...
Am Dienstagmorgen bin ich der einzige, der nochmals ins Meer zum Schwimmen geht. Weshalb auch nicht: sie Sonne scheint, blauer Himmel, angenehme Temperatruen - was will Mann mehr? Gegen Mittag fahren wir los. Zuerst über Skala um im Lidl wieder einmal grosszügig einzukaufen. Dann geht es in die Berge Richtung Norden. Wir steigen bis auf 1200 müM und finden den vereinbarten Stellplatz an der Strasse, ca. 1km vor Kosmas. Kurz nachdem wir da angekommen sind fängt es leider an zu regnen. Aber so war es leider vorgesehen. Marcel und Jolanda erreichen das Ziel etwa ein halbe Stunde nach uns - klar, die mussten ja wieder "offroad" fahren. Aber mit dem kleinen Toyota PickUp ist das auch kein Problem. Unser Gustav hatte schon auf der Hauptstrasse gehörig zu arbeiten.
Am Mittwochmorgen erwachen wir und - oh Schreck: es hat geschneit. Ok, wir sind auf über 1200 müM, aber damit hätten wir dann doch nicht gerechnet. Auch die Temperaturen sind unter Null! Deshalb gehe ich wie folgt vor: kurz aufstehen, pink...., Heizung einschalten, und sofort wieder unter die warme Decke. Da warten wir dann noch eine halbe Stunde, bis im Gustav angenehme 22°C sind - dann kann man(-n und Frau) gemütlich aufstehen. Frühstück gibt es natürlich auch drinnen .... Etwa zwei Stunden später fahren wir los ins nächste Dorf: Kosmas. Hier fahren wir zwar die Hauptstrasse quer durch, aber es gibt doch einige wirklich enge Passagen. Danach geht es aber weiter durch die Schlucht bis zum Kloster Elona. Das ist ein kleines Kloster, welches auf einen Felsvorsprung gebaut wurde. Oben ist der Fels überhängend, dadurch haben sie etwas Schutz. Wir haben gehört, dass immer noch einige wenige Klosterfrauen dort leben. Gesehen haben wir keine, aber die Anlage und die kleine Kirche sind eindrücklich. Danach fahren wir weiter bis ins Dorf Leonidi, wo wir für einmal den Campingplatz ansteuern. Jolanda möchte Wäsche waschen, und wir freuen uns auf eine ausgiebige, laaaaaange und heisse Dusche.
Am Donnerstag lassen wir Piccolo mal wieder frei und fahren ins Dorf. Wobei: wir kommen nur bis zu einem Parkplatz vor dem Zentrum und besuchen dort "Arvi" mit Personal Flurin und Barbara. Die beiden sind auch seit Februar in Griechenland unterwegs und wohnen im Appenzellerland. Bis jetzt waren wir nur virtuell verbunden, aber endlich hat es geklappt, dass wir uns persönlich kennen lernen. Am Nachmittag darf dann Piccolo noch mit Marcel und Jolanda ausfahren - er hat es anscheinend auch genossen .... ;-) Spontan kommen dann auch die Appenzeller noch auf den Camping und wir geniessen einen kleinen Apéro zusammen.
Am Freitag fahren wir dann doch noch ins Städtchen und erkunden das gemütliche Zentrum zu Fuss. Ausserdem quälen wir Piccolo noch eine steile Strasse hoch und geniessen die Aussicht auf den Ort und das Meer. Super!
Am Abend werden wir alle dann noch bei Barbara und Flurin zum Apéro eingeladen - sie stehen mittlerweile auf dem Stellplatz gleich neben dem Campling. Es gibt nicht nur etwas zu trinken, sondern auch reichlich Snacks. Vielen Dank euch beiden für die Gastfreundschaft.
Am Samstag verlassen wir dann den Camping und tanken auf der lokalen Tankstelle gut 250 Liter Diesel - zu 1.51 €. Da ist ja günstiger als in San Marino. Und die Überraschung folgt nach dem Bezahlen: der Besitzer kommt nochmals raus und sagt: Wait, wait, I have a gift for you! Und bringt noch 1/2 Liter Olivenöl von seinen eigenen Feldern. Das passiert uns hier immer wieder: die Leute geben sehr oft noch etwas mehr dazu wenn man etwas einkauft. Da könnten sich die Schweizer oder auch die Deutschen eine Scheibe davon abschneiden was Gastfreundschaft und Geschäftssinn ist. Danach fahren wir weiter auf der malerische Küstenstrasse nach Norden. Aber nur ca. 45 km. Dann finden wir kurz vor dem Ort Astros einen tollen Strand, welchen wir noch für 1 oder 2 Tage geniessen möchten - oder solange das Wetter noch schön ist. Es ist nämlich wieder schlechtes Wetter und teilweise sogar Regen angesagt...... Am Abend kurz vor dem Essen kommt noch ein lokaler Imker vorbei und bietet uns seinen eigenen Honig an. Er ist so freundlich und hat sich extra die Mühe gemacht, mit dem Roller die 4 km vom Dorf zu uns zu fahren - also kaufen wir ihm ein Kilo Orangenhonig ab. Ich habe den mitgebrachten nämlich beim Frühstück vor 2 Tagen aufgebraucht. Das passt also perfekt!
Am Sonntag möchten wir einen Spaziergang ins nächste Dorf Meligou oder Astros machen. Es wird ja wohl irgendwo ein Café oder eine Bar offen haben. Aber daraus wird leider nichts. Oder wir gehen nicht durch die richtige Strasse. Zurück am Strand sehen wir, dass unsere Walliser Freunde auch angekommen sind. Etwas später kommt dann noch ein Schweizer Paar mit einem Hymer MLT. Nun sind wir also 3 Fahrzeuge - das ist ja schon fast ein richtiges Camp.
Nach einer weitere ruhigen Nacht am Meer wollen wir heute mit Piccolo ins Dorf fahren. Deshalb sind wir für unsere Verhältnisse schon relativ früh unterwegs: um 09.30 h fahren wir los und setzen uns im Hafen vom Hauptort von Elafonisos in ein Kaffee, welches auch einen Mini-Market beinhaltet. Die typisch Griechischen "süssen Haufen" sind wirklich lecker, und zusammen mit einem Cappuccino hat man tatsächlich gefrühstückt - so gross sind die nämlich. Danach spazieren wir noch dem Hafen entlang und beobachten die Fischer, welche noch dabei sind, ihren Fang zu sortieren und die Netze zu reinigen. Einige sitzen auch schon in einer Taverne und geniessen wohl ein Bier oder so nach getaner Arbeit. Der grösste Teil der Restaurants ist geschlossen und wird zum Teil renoviert. Das trifft auch auf die Hotels und Gästehäuser zu, an welchen wir vorbei spazieren. Aber im Sommer muss das ein schöner Ort sein, an welchem das typische Griechische Leben brummt.
Am Dienstag wollen wir das schöne Wetter geniessen. Es soll über 20°C warm werden und das wollen wir nutzen. Also: Stühle raus, Sonnencrème auftragen, Sonnebrille raus und mit dem Tolino draussen sitzen. Schön. Am Mittwoch wird es dann wieder windig und bewölkt, deshalb geniessen wir heute noch einmal den Strand und fahren dann morgen weiter ....
Aber es kommt etwas ander: im Laufe des Nachmittags kommt ein Toyota PickUp mit Wohnkabine und Zuger-Nummernschild und stellt sich neben uns. Sofort steigt die Beifahrerin aus und fragt, ob uns das zu nahe sei. Wir meinen: Nein, natürlich nicht, Schweizer dürfen das! Und schon ist das Eis gebrochen. Marcel und Jolanda sind ähnlich wie wir jeweils über den Winter im Süden unterwegs. Im Gegensatz zu uns leben sie aber das ganze Jahr in der Wohnkabine. Im Sommer steht diese einfach auf einem Bauernhof im Zugerland und sie arbeiten beide ein paar Monate. Toll, wenn man das schon mit gut 50 sich leisten kann und auch macht. Spontan laden wir die beiden nach dem Abendessen auf ein Glas Wein im Gustav ein. Der Abend wir dann auch unterhaltsam und wir verstehen uns gut miteinander.
Am nächsten Morgen wollten wir ja eigentlich fahren, aber wo wir uns schon beim ersten Kaffee draussen wieder mit den Wallisern treffen - da kommen die beiden nämlich her - meint Brigitte plötzlich: komm, wir bleiben doch noch einen Tag hier. Es ist doch schön, wenn man wieder einmal "Schwiizerdütsch" reden kann. Also lade ich die Klappstühle wieder aus und wir bleiben.
Im Laufe des Tages machen wir dann noch eine kleine Wanderung, aber das anvisierte Ziel - eine kleine Höhle in der Bergflanke - erreichen wir wegen schlechter Zugänglichkeit leider nicht.
Am Donnerstag fahren wir dann tatsächlich weiter: zuerst wieder mit der kleinen Fähre nach Pounta, dann praktisch quer über den Berg an die östliche Küste des 3. Fingers. Hier finden wir ca. 15 km vor unserem Ziel Gefira/Monemvasia einen kleinen Friedhof, welcher auf einer kleinen vorgelagerten Halbinsel des kleinen Dorfes Fokas liegt. Gleich davor ist ein Platz, welchen wir als ideal ansehen um eine weitere Nacht zu verbringen. Wir können auch noch bis kurz vor 16.00 h draussen sitzen, dann jagt uns der böhenartige Wind in unseren Gustav.
Am Freitagmorgen schauen wir tatsächlich schon um 06.30 h zum Dachfenster hinaus und sehen zum ersten Mal die Sonne aufgehen - so schön! Danach mögen wir gar nicht mehr schlafen. Deshalb fahren wir nach nur einer Tasse Kaffee schon weiter und erreichen eine knappe halbe Stunde später bereits die Hafenmole von Monemvasia. Die befindet sich eigentlich im Ortsteil Gefira, aber alle Welt kennt den Felsen Monemvasia, welcher nur mit einer Brücke mit dem Festland verbunden ist. Nach einem griechischen Frühstück in einem kleinen Kaffee wandern wir dann über die Brücke und auf die Insel. Ein abenteuerlicher Weg führt uns an der Nordseite entlang bis zum Leuchtturm. Vor allem die letzten 200 m geht der Weg über schroffe Felsen. Aber wir schaffen das Problemlos. Dann genehmigen wir uns ein wohlverdientes Bier in der "Unterstadt", bevor wir den Aufstieg in die ehemalige "Oberstadt" in Angriff nehmen. Dort wird seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr gewohnt, und alles ist verfallen. Einzelne Gebäude sind noch zu erkennen, und eine Kirche wurde renoviert. Wir haben auch jetzt einige Arbeiter gesehen, welche Mäuerchen ausgegraben und neu aufgeschichtet haben. Im Gegensatz dazu wurde die Unterstadt von Händlern renoviert und diese haben schmucke Restaurants und Geschäft eingerichtet. Alles in allem ein toller Touristenmagnet - jetzt im März war nicht viel los, weshalb wir es natürlich um so mehr geniessen konnten. Am Abend geniessen wir Fische und Muscheln in einem Restaurant im Hafen. Der Besitzer Mateo ist sehr freundlich und kümmert sich persönlich um die Kunden.
Wir haben gut geschlafen, obwohl die Mole auch von Fischern bis spät in die Nacht genutzt wurde. Aber die haben uns nicht gestört.
Am Samstagmorgen fahren wir früh weiter und besuchen zuerst den grössten Supermarkt von Monemvasia, resp. Gefira. Danach fahren wir weiter nach Norden. Bereits nach ca. 5 km kommen wir am
Kastraki Beach vorbei - und müssen anhalten. Wir treffen auf Frank und Catherine aus der Schweiz und übernehmen gleich ihren Platz. Sie wollen weiter nach Westen, aber wir tauschen trotzdem
unsere Daten aus. Man triftt sich als "Reisender" immer mehrmals ... Während wir noch mit den beiden sprechen zieht seltsamerweise so etwas wie Nebel auf. Eine tief hängende Wolke kommt über das
Meer und wir meinen uns im Herbst am Bodensee. Auch die Luftfeuchtigkeit ist äusserst hoch, das merkt man an den feuchten Haaren. Trotzdem wollen wir bleiben und frühstücken erst einmal, nachdem
die beiden Basler (BL!) abgefahren sind. Danach verzieht sich der Nebel langsam und wir können den Nachmittag trotzdem draussen geniessen.
Dasselbe machen wir am Sonntag - ausser dass Brigitte noch die Waschmaschine laufen lässt. Den Stewi beschwere ich so gut mit Steinen, dass die Wäsche auch im aufkommenden Wind schnell trocknet - und der Ständer stehen bleibt. Heute ist das erste Mal, dass wir beide mehrere Male ins Wasser gehen. Denn der Wind ist richtig warm - fast wie Föhn. Und die Sonne scheint den ganzen Tag. So lässt es sich leben ...
Am Montagmorgen ist es tatsächlich ziemlich bewölkt und regnet teilweise ein wenig. Deshalb packen wir zusammen und verlassen die einsame kleine Bucht. Zuerst fahren wir nach Skala, wo wir im Lidl noch einiges einkaufen. Danach wollen wir einen schönen Strand mit Dünen südlich von Asteri aufsuchen. Leider ist die Strasse mitten im Dorf versperrt, weshalb wir die Zufahrt mit dem LKW nicht fahren können. Also suchen wir weiter und fahren durch grosse Orangenhaine - schön dass es mal etwas anderes als Oliven gibt. Ausserdem passieren wir auch zwei grösssere Flächen mit kleinen Bäumen voller weisser und rosa Blüten. Die App sagt, dass es sich um Aprikosen handelt. Vermutlich ist das der Bauer, der etwas anderes machen will als alle anderen hier und damit vielleicht Erfolg hat. Bald erreichen wir den Kokkinias Beach. Dieser ist aber etwas gar leer und sieht mit mehreren halbfertigen Bauten etwas trostlos aus. Also weiter zu einem Tipp von der Krümel-Bande: dem Tigania Strand südlich von Elea. Hier stellen wir uns quer zum Strand zwischen zwei Sträucher und wollen zuerst mal den kühlen und windigen Montag aussitzen.
Am Dienstag wird es dann effektiv etwas schöner, aber der Wind ist immer noch sehr stark und vor allem kalt: mehr als 14°C haben wir nicht, und das fühlt sich sogar kühler an. Wir sitzen deshalb herum und versuchen hinter Gustav eine Stelle zu finden, wo der Wind nicht so stark zu spüren ist. Seit gestern Abend haben wir schon einen eigenen Bewacher: ein weisser Hirtenhund-Rüde sitzt permanent um unser Womo und versucht, die eine oder andere Streicheleinheit zu bekommen. Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang in die Hügel und er kommt tatsächlich mit. Fast so, als ob wir mit "unserem Hund" spazieren gehen.
Der Mittwoch wird dann etwas wärmer, aber immer noch weht ein unangenehmer Wind. Deshalb möchte Brigitte die Bettwäsche waschen, was wir natürlich machen. Bei diesem Wind und Sonne trocknet alles relativ schnell. Wir geniessen den ganzen Tag draussen und wagen uns sogar mal ins Meer - aber nur kurz. Es ist halt immer noch nicht mehr als 18°C im Wasser ....
Am Donnerstag bekommen wir mit Britta & Tom (brito ;-)) ein Paar aus Hamburg als Nachbarn. Ansonsten bleiben wir wirklich für uns - ausser "Amigo" ist permanent bei uns: der Hirtenhund. Er freut sich auch jedesmal wenn ich am Morgen das Womo verlasse, aber ich habe kleine Probleme, wenn 40 kg Hund "kuscheln" möchten ...
Am Freitag ist das Wetter dann etwas schlechter, das heisst es ist bewölkt. Deshalb fahren wir weiter durch Oliven- und Orangenhaine und kleine Dörfer mit engen Strassen, wo sogar der Traktor in zweiter Reihe parkt und der Bauer per Hupe zum Wegfahren gerufen werden muss. In Pounta nehmen wir die Fähre auf die Insel Elafonisos, welche uns von verschiedenen Seiten empfohlen wurde. Ganz im Süden finden wir einen schönen Platz an einem freien Strand. Unsere Nachbarn sind Deutsche (Tasha mit Tochter Imani) und Bernhard aus Oberösterreich - also haben wir ein richtiges "Drei-Länder-Eck"
Am Samstag machen wir eine kleine Wanderung dem Strand entlang. Wir kommen an eine Art Übergang zu einer kleinen Insel. Diese ist in der Mitte gut 50 m hoch, aber die Aussicht rundherum ist fantastisch. Das dunkle Blau des Meeres ist dabei in direkter Konkurrenz zum helleren Blau des Himmels - so schön! Im Süden muss die Hauptroute der Handels- und Frachtschiffe von Athen in die Adria und ins restliche Mittelmeer sein. Denn teilweise sind bis zu 4 Schiffe gleichzeitig sichtbar. Weiter im Süden ist dann Kreta, aber das sehen wir nicht von hier aus. Es sind auch mehr als 100 km bis auf die bekannte Ferieninsel. Nach der Rückkehr zu Gustav geniessen wir die Ruhe hinter den Dünen. Diese sind dank einer Höhe bis 10 m auch ein Schutz vor dem aufkommenden Wind vom Meer.
Am Montag fahren wir quer über das Hinterland durch teilweise enge Dörfer, unendlich grosse Olivenhainen und "Höhenstrassen" (wir sind bis 450 müM!) die Westküste von Mani - so heisst der 2. Finger - hinunter bis in die Gegend von Itylo. Hier stellen wir uns auf einen Camperparkplatz, welcher von einer Taverne direkt am Meer zur Verfügung gestellt wird. Natürlich essen wir ein leckeres Abendessen in der Taverne Faros - wir sind die einzigen "fremden" Gäste und werden vom Chef persönlich bedient. Dabei sind natürlich auch Früchte als Dessert, Kaffee und Ouzo mit dabei. Ausserdem schenkt er uns noch eine kleine Flasche Ouzo, weil wir direkt vor Ort eine gute Bewertung in GoogleMaps hinterlassen. So schön, herzlichen Dank.
Am Dienstag fahren wir weiter bis nach Areopoli, welches auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht auf gut 200 müM liegt. Eine schöne Kleinstadt mit hellen Häusern und handgelegten Platten auf den engen Strassen. Wir geniessen einen Cappuccino in einer Bar und geniessen etwas die Sonne. Danach fahren wir weiter quer über den "Finger" bis in die Gegend von Gythio und lassen uns nieder auf der Farm von Sybille & Erwin Wüthrich, zwei Schweizer welche schon seit 25 Jahren in Griechenland leben. Sie haben ein grosses Grundstück und teilen das mit Ziegen, Hühnern, Hunden, Gänsen, Katzen und einem Esel. Dabei sind sie fast Selbstversorger und Erwin macht und baut und repariert auch alles selber am Haus und Garten. Am Abend werden wir zu einem griechischen Abendessen eingeladen und dabei stellt sich noch heraus, dass auch Erwin ein begnadeter Musiker ist. Er war jahreland mit verschiedenen Bands in der Schweiz auf der Bühne und spielt heute noch Schlagzeug, Waschbrett und Mundharmonika. Natürlich muss ich mein Handörgeli auspacken und wir spielen und singen und trinken und tanzen ..... es wird ziemlich spät ...
Am Mittwoch fahren wir mit Piccolo nach Gythio hinunter und spazieren durch die leider etwas leere Stadt. Im Sommer ist hier an der Hafenstrasse anscheinend der Bär los. Erwin meint: dann sieht es aus wie in Rimini ....
Auch der legendäre Leuchtturm wird besichtigt. Und am Abend laden wir zu Schweizer Wurstsalat ein. Erwin ist begeistert - und natürlich wird auch wieder Musik gemacht bis in alle Nacht ....
Am Donnerstag verlassen wir Pigada von Erwin und Sibylle - es war sehr schön hier und die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der beiden ist unübertroffen. Danke, danke, danke! Wir fahren über Gythio zum Wrack der Dimitros. Die Strandzufahrt dort scheint uns aber etwas eng, weshalb wir gleich weiterfahren zu einem kleinen Strand ein paar Kilometer weiter. Hier sind wir ganz alleine und stellen uns so nah ans Meer wie noch nie. "Hoffentlich kommt da keine Flut in der Nacht" meint Brigitte noch ängstlich, aber ich bin da guter Dinge. "Das würde man am Strand sehen wenn das Wasser zwischen Ebbe und Flut so viel Unterschied hat". So war es denn auch: kein Problem, und wir haben sehr gut geschlafen.
Am Freitag stimmt das Wetter dann wieder und wir geniessen schon das Frühstück draussen. Doch es weht ein kühler Wind vom Meer her ... Kurze Zeit später fährt plötzlich ein Auto neben uns und Erwin steigt aus. Überraschung! Sie mussten mit einem Hund zum Tierarzt und haben uns am Strand gesehen. Sibylle schlägt vor, dass sie uns am Samstag besuchen kommen und Wein und etwas zu essen mitbringen. Die Nichte der beiden, Alexandra, ist auch dabei. Super, da freuen wir uns darauf.
Gegen Nachmittag wird der Wind am Strand dann immer stärker und um 16.00 h wird es uns zu kalt um draussen zu sitzen. Da beschliessen wir, dass wir Gustav um 30 Meter nach hinten verschieben, nämlich zwischen die Büsche. Hier ist es praktisch windstill und wir können tatsächlich noch bis 18.00 h draussen sitzen. So muss es sein!
Am Samstag geniessen wir das Frühstück wieder draussen, und gegen Mittag kommen dann wirklich Sibylle, Erwin und Alexandra und bringen frisches Brot, Nudelsalat, 2 weitere Stühle und Weingläser, mit - aber den Wein haben sie vergessen. Macht nichts, das haben wir doch auch. Erwin und ich geniessen ein, zwei Bier, die Damen einen Sprudel-Rosé und wir geniessen gemeinsam da mitgebrachte Essen. Danach spielt Grosspapi Roland noch mit Alexandra am Strand und wir bemerken fast nicht, wie die Zeit vergeht. Am späteren Nachmittag wollen die Grosseltern mit Alexandra noch an den Fasnachtsumzug, weshalb sie gegen 16.00 h uns wieder verlassen. Wir verabschieden uns ein weiteres Mal mit den Worten: wir sehen uns sicher wieder ...
Am Sonntag ist es dann nicht mehr so strahlend schön, aber windstill und angenehm warm schon am Morgen. Deshalb beschliessen wir noch einen weiteren Tag in dieser schönen Bucht zu bleiben.
Der Montag war endlich wieder einmal ein Tag wie aus dem Bilderbuch: Sonne den ganzen Tag bei angenehmen Temperaturen. Wir geniessen bereits das Frühstück wieder einmal draussen. Auch die Wäsche trocknet problemlos in kurzer Zeit. Roland fährt noch kurz nach Methoni, um Silicon zu besorgen. Dieses wird gleich am Nachmittag auf dem Dach von Gustav aufgetragen. Die letzten 15 Jahre haben doch die eine oder andere Fuge etwas ausgelaugt.
Am Dienstag fahren wir weiter in Richtung Osten. Dabei geht es quer über den "ersten Finger" bis auf über 250 müM. Gustav muss teilweise ganz schön arbeiten. Aber die Aussichten sind auch schön auf die Hügel und Landschaften. Wir kommen auch durch zwei kleine Dörfer, wo sogar etwas Leben auf der Strasse stattfindet.
Wieder am Meer finden wir bald eine Zufahrt zum Bouka Strand. Aber .... die hat es in sich: es geht nämlich durch einen Olivenhain und die Strasse wird immer schmaler. Natürlich kommt es wie es kommen muss: wir stecken fest. Nur ein paar 100m vor dem Strand geht es nicht mehr weiter. Ich säge zwar noch ein paar Äste ab, aber es ist trotzdem zu eng. Wir wissen mittlerweile, dass Wolfgang und Karin vorne am Strand sind, weshalb ich ihn kurzerhand anrufe und frage, ob er Zeit und Lust hat, uns zu Hilfe zu kommen. Zum Glück willigt er sofort ein und kommt uns mit dem Fahrrad entgegen. Brigitte läuft in dieser Zeit die 2 km bis zum Stellplatz der beiden.
Mit Wolfgangs Hilfe kann ich Gustav auf kleinstem Platz wenden und wir fahren dieselbe enge Strasse wieder zurück. Mehrere Male hilft mir Wolfgang, indem er ein paar Äste zur Seite hält oder mir genaue Zeichen gibt, auf welche Seite ich lenken soll. Danke Wolfgang.
Bei der Ankunft am Strand sehen wir dann, dass Gustav leider etwas gelitten hat. Die Kedderschiene über der Türe wurde abgerissen und ein paar Äste haben ihre Spuren auf den weissen Seiten hinterlassen. Aber so ein Weltreisemobil soll ja artgerecht gefahren werden und darf deshalb auch die eine oder andere Patina erhalten ;-)
Der schöne Strand belohnt und und ich belohne Wolfgang gleich mit einem Bier, .... und halt noch einem zweiten Bier.
Den Mittwoch geniessen wir draussen, denn die Sonne scheint praktisch den ganzen Tag und es ist wirklich angenehm. Wir trauen uns sogar beide kurz ins Meer: Georg hat ja gesagt, es sei knapp 18°C - das ist doch nicht so schlimm, oder?
Am Donnerstag und Freitag wird es dann leider wieder kälter und teilweise regnet es sogar. Wir machen trotzdem täglich einen Spaziergang - und ziehen uns halt im Zwiebelprinzip an. Es kann ja nur wieder besser und wärmer werden ....
Am Samstag fahren wir mit Piccolo nach Kalamata, denn dort findet heute der grosse Bauernmarkt statt. Zuerst geniessen wir ein "griechisches Frühstück" und spazieren dann gemütlich durch den Bauernmarkt, wo das übliche Gewusel herrscht wie überall auf der Welt. Im der Markthalle sind auch einige Geschäfte fix eingemietet, z.B. Metzgereien, Fischläden, Läden mit lokalen Spezialitäten und ein Imbiss. Danach besichtigen wir noch die Innenstadt von Kalamata, wo wir überall auf Konfetti und maskierte Kinder treffen. Anscheinend war heute Vormittag ein Fasnachtsumzug oder so etwas ähnliches. Die Stadt ist wirklich schön und macht einen aufgeräumten Eindruck. Ausserdem herrscht hier viel mehr Leben in den Strassen als an anderen Orten. We like it!
Am Sonntag wandern wir noch einmal in die andere Richtung und lernen die Odl und Manu mit dem Womo "Merlin" kennen. Die beiden sind auch länger unterwegs und geniessen den schönen Strand hier.
Der Montag fängt zwar mit Regen an, sollte aber am Nachmittag besser werden. Deshalb beschliessen wir, mit Piccolo in das nahe Städtchen Pylos zu fahren. Leider ist da nicht viel los jetzt im Winter, aber einige Kaffees und kleine Läden haben trotzdem geöffnet - halt für die Einheimischen. Dann fängt es leider wieder an zu regnen. Wir warten in einer Bar bis es aufhört und machen uns dann auf den Rückweg. Kaum abgefahren schüttet es wieder - schei..... Aber sobald wir beim Gustav ankommen hört es wieder auf. Toll! Den Abend verbringen wir dann mit unseren Freunden und trinken das eine oder andere Glas Wein, machen ein paar Spiele, "schnacken", ....
Am Dienstag fahren wir von unserem bis anhin schönsten Stellplatz des Peloponnes weiter nach Süden, über Pylos nach Methoni. Hier gibt es eine tolle Burg, welche wir unbedingt besichtigen wollen. Diese Festung ist am Dienstag den ganzen Tag geschlossen, weshalb wir das auf Mittwoch verschieben müssen. Ein kurzer Spaziergang durch das Dorf zeigt uns das übliche Bild: fast alles ist geschlossen, ein paar wenige Restaurants und Kaffees haben geöffnet. Ausserdem eine Bäckerei und ein Kiosk am Strand. Wir genehmigen uns einen Cappuccino und einen "süssen Haufen" ;-) - die Bäckerei ist tatsächlich schon über 120 Jahre alt. Wow ... Für den nächsten Abend reservieren wir noch einen Tisch in einem kleinen Restaurant, welches nur super Bewertungen auf Google aufweist. Mal sehen ...
Am Mittwoch ist das Wetter zwar noch kühler und es regnet auch immer wieder ein wenig. Trotzdem besichtigen wir die imposante Festung von Methoni. Es handelt sich dabei um eine venezianische Burg aus dem 13. Jahrhundert, welche auf einer felsigen Landspitze erbaut wurde. Sie war damals vermutlich sogar so etwas wie eine kleine Stadt mit Mauer darum, inklusive Bogenbrücke und Gefängnis. Toll um darin herum zu laufen, aber leider steht nicht mehr sehr viel der früheren Gebäude.
Ein Fest ist dann aber das Essen im Restaurant Katsaróla mitten im Städtchen. Klein, mit nur 6 Tischen, aber sie mussten mehrmals Gäste abweisen. Sehr freundlicher Service, gutes Essen und (zu) grosse Portionen. Für die Zukunft reicht uns eine Vorspeise und allenfalls 1 Hauptspeise für uns beide. Sehr lecker und wirklich preis-wert!
Am Donnerstag fahren wir die 10 km westlich bis Finikounda. Wir treffen dort Doris und Georg, welche bereits seit einer guten Woche hier sind. Den ersten Campingplatz nutzen wir in den folgenden Tagen auch aufgrund des schlechten Wetters zum Waschen, ausgiebig Duschen und natürlich mit unseren Freunden zusammensitzen und spielen, reden, trinken, lachen ...
Am Samstag nutzen wir den regenfreien Tag und machen einen Spaziergang ins Dorf, welches eine tolle Strandpromenade hat - aber wie üblich ist fast alles geschlossen. Hier muss im Sommer wirklich etwas los sein. Am Nachmittag können wir dann sogar noch eine Stunde an der Sonne sitzen.
Den Sonntag verbringen wir praktisch nur drin: es regnet intensiv den ganzen Tag ...
Am Sonntag haben wir an der Elea Beach neue Nachbarn bekommen: Markus und Gabi mit Hymer MLT 4x4 mit SG Kennzeichen. Es tut ja auch gut, mal wieder "Schwiizerdütsch" zu reden. Auch sie haben das Arbeitsleben hinter sich gelassen und leben seit gut einem Jahr in ihrem Wohnmobil. Wir wünschen allzeit "gute Fahrt"!
Am Mittwoch fahren wir weiter nach Süden bis an die Lagune des Divari Beach. Von hier kann man zu Fuss an die Ochsenbauchbucht wandern, was wir am Donnerstag machen möchten. Bei unserer Ankunft finden wir einen tollen Platz, direkt am Divari-Strand (Goldküste der Gialova Bucht) und nur ca. 10 m vom Wasser weg. Wow - aber wir trauen uns nicht quer zum Strand hinter die Büsche zu fahren. Ca. 50 m rechts von uns steht ein MB 917-er welcher genau so steht. Aber es ist grad niemand da ....
Eine Weile später kommen Wolfgang und Karin mit ihrem kleinen Puffy am Strand entlang und wir kommen sofort in Kontakt. Wolfgang sagt sofort, ich soll mich quer hinter die Büsche stellen, das hält problemlos. Gesagt - getan: und es klappt auch ohne Probleme. Wir fachsimpeln dann gleich eine Weile über Reifendruck, Fahren im Sand, Mercedes Benz, etc. Er ist gelernter Kfz-Meister und hat sich im Exmo in der Garage eine tolle Werkstatt eingerichtet. Die beiden sind auch ganz gemütlich unterwegs und wir freunden uns sehr schnell an. Schön, auf so liebe Nachbarn zu treffen. So macht Reisen - und Stehen - Spass.
Am nächsten Tag machen wir dann die Wanderung auf den Hügel, an der Ruine vorbei und hinten hinunter zur Ochsenbauchbucht. Schönstes blaues Wasser, Sonnenschein und angenehme Temperaturen erfreuen uns. Auch eine Höhle finden wir noch auf dem Weg. An der Bucht machen wir ein kleines Picknick und wandern dann um die Divari-Lagune herum zurück zum Gustav.
Den Freitag geniessen wir bereits das Frühstück wieder draussen und verbringen den Tag am Strand. Wir trauen uns sogar ins Wasser: angenehme 16-18°C müsste es schon sein .... aber wenn die Sonne scheint ist es wirklich schön. Am Samstag machen wir dann mit Piccolo einen Ausflug zur Ruine Nestor. Diese wurde komplett überdacht um die Überreste vor den Wettereinflüssen zu schützen. Aber viel ist in der Tat nicht mehr übrig. Trotzdem spannend zu sehen, wie man vor gut 2000 Jahren eine Villa gebaut hat.
Das Wochenende ist dann leider nicht mehr so toll und es regnet ab und zu etwas. Wir machen trotzdem Spaziergänge und geniessen auch den einen oder anderen Apéro mit Wolfgang und Karin.
Am Montagmorgen verlassen uns Anja und Olaf. Sie wollen weiter, denn sie sind eigentlich nur im Transit. Ihr Ziel ist die Türkei und weiter nach Georgien, Armenien, und eventuell sogar bis in die Mongolei. Gute Fahrt!
Wir geniessen die Zeit weiter mit dem Krümel-Team. Ein Spaziergang zu einer Turmruine bringt ganz neue Aussichten. Ausserdem stehen wir Model für ein paar Drohnentests. Am Mittwoch fahren wir mit den Motorrädern in den nahen Ort, machen einen kleinen Einkauf und trinken noch etwas. Am Mittwochabend kocht Brigitte noch einmal für alle vier und wir geniessen Gnocchi an Gorgonzola-Sauce im Krümel. Da wir am nächsten Tag weiterfahren möchten geniessen wir nochmals einen gemütlichen Abend mit Thom und Coco. Schön war es, euch wieder zu treffen. Bald wieder!
Am Donnerstag ist das Wetter wie erwartet schlecht: Regen und kühler Wind. Wir fahren deshalb weiter an den Strand von Caiaphas. Ein toller Strand, wo wir ganz alleine nur 10 m vom Meer weg
stehen. Aber leider regnet es immer wieder. Deshalb nehmen wir uns vor, am Freitag oder Samstag nach Olympia zu fahren - was wir dann am Samstag auch machen.
Eine spannende Erfahrung, vor allem da die "Steinhaufen" mittels 3-sprachiger Tafel genau erklärt sind. Wenn man sich vorstellt, was vor 2000 Jahren da alles gelaufen ist. Das Museum lassen wir
links liegen - wir haben für heute genug alte Steine gesehen.
Wir fahren weiter an den bekannten Elea Strand, welcher jeden Winter von Dutzenden Wohnmobilen bevölkert wird. Hier leben auf einem mehr als 3km langen Strandabschnitt viele Dauercamper
über mehrere Monate - im Sommer sollen es mit den Touristen gegen 2000 Fahrzeuge sein. Gut sind wir im Winter hier ...
Nach einer Stunde Fahrt treffen wir auf unsere Freunde Thom und Coco, mit welchen wir bereits auf Sizilien einige Tage verbracht haben. Neu lernen wir noch Anja und Olaf kennen, welche Anfang Jahr auf grosse Reise Richtung Osten / Seidenstrasse aufgebrochen sind. Am Abend gesellt sich noch Steren dazu, eine deutsche Lehrerin, die für ein Jahr in Europa auf einer Reise ist. Nun sind wir also ein richtiges Camp und geniessen die tolle Stimmung, das schöne Wetter, den Strand, die angenehmen Gespräche, ...
Am Montagmorgen füllen wir noch unseren Wassertank mit gutem Schweizerwasser und fahren dann los: über den Gotthard geht es ins Tessin, bei Chiasso nach Italien und Richtung Milano. Dort fahren wir um die Westumfahrung und dann auf der Autobahn nach Süden. Kurz vor Piazenca verlassen wir die A1 und stellen uns bei einem Friedhof auf den Parkplatz. Hier können wir in aller Ruhe übernachten - es ist alles ruhig und zum Glück auch nicht mehr Minusgrade.
Am nächsten Tag geht es weiter nach Süden: unser Ziel ist San Marino. Hier gibt es einen grossen Parkplatz, welcher nahe an der Seilbahn zur Burg ist, aber jetzt im Januar komplett leer. Da wir kurz nach dem Mittag ankommen fahren wir mit der Seilbahn auf die Burg. Leider spielt das Wetter nicht mit: dicker Nebel und kühl-feuchte Witterung machen es uns nicht leicht, die tolle Burg zu geniessen. Im Laufe des Nachmittags sinkt die Nebelgrenze zwar noch etwas, aber es bleibt kühl. Die Nacht ist dann wieder ruhig und wir schlafen sehr gut. Langsam gewöhnen wir uns wieder an unser kleines Tiny-House.
Am Mittwoch wollen wir in die Nähe von Ancona fahren und besuchen auf dem Weg noch einen Lidl. Ja, wir geben es zu, aber der Fior di Latte Jogurt und das Vollkornbrot von da sind halt schon lecker.
Wir parken Gustav auf einem offiziellen Stellplatz in einem Vorort von Ancona, welcher aber voll gestellt ist mit italienischen Wohnmobilen. Die nutzen den Gratisparkplatz für die Aufbewahrung ihrer Mobile. Schade, aber wir finden noch Platz und schlafen auch hier ziemlich gut. Am nächsten Morgen leeren wir noch unsere Grauwassertanks und füllen das Frischwasser nochmals auf. Dann fahren wir zum Hafen. Ancona ist im Gegensatz zu Genua wirklich übersichtlich und gut beschriftet. Wir finden problemlos das Hafenbüro und werden gleich eingecheckt. Danach können wir uns schon bald in die Reihe am Dock stellen. Wir sind überrascht, dass nur ca. 30 Autos und 5 Wohnmobile warten ... die Fähre ist vermutlich nicht sehr voll.
Später haben wir an der Bar erfahren, dass nur ca. 120 Personen an Bord sind - Platz wäre für 2000!!! Die griechische Anek-Lines ist wirklich eine andere Kategorie als die italienische GNV: modern, sauber und wirklich aufgeräumt. Und auch das Restaurant ist schöner und die Mahlzeiten sehen viel besser aus. Am nächsten Tag essen wir dann auch etwas zu Mittag und sind absolut zufrieden.
Am Freitag kommen wir sogar eine Stunde früher als geplant in Patras an und fahren deshalb sofort los nach Westen.
Am Samstag, 18. Januar 2025 morgens um 09.00 h starten wir unseren Gustav und fahren los. Zuerst geht es in die Zentralschweiz zu unserer Enkelin. Ok, ihr Personal (Sohn und Schwiegertochter) sind natürlich auch dabei. Grossmami und Grosspapi geniessen das Wochenende, denn anschliessend sehen wir ja alle während unserer Reise nur noch virtuell, halt über Videotelefon.
Am Sonntagabend flanieren wir noch durch Luzern, wo in diesen Tagen ein Lichtfestival stattfindet. Grandiose Stimmung, schöne Bilder aber leider ist es "saukalt".